Projekte

Jedes Jahr führt der Verein Jugendarbeit Hamm Norden e.V. diverse Projekte durch. Einige davon sind:

„Willkommen im Hammer Norden“ Teil 2

Im zweiten Teil des Projekts „Willkommen im Hammer Norden“ hat die Jugendarbeit Hamm Norden e.V. eng mit der Karlschule und der AWo Flüchtlingsunterkunft Westberger Weg zusammengearbeitet. Folgende Themenschwerpunkte wurden umgesetzt:

  1. Diskriminierungssensibilität im regulären Jugendtreff

 Geflüchtete Kinder und Jugendliche wurden in die Regelangebote der Einrichtung integriert und in die gemeinsamen Aktivitäten eingebunden. In diversen Aktionen (Billard, Tischtennis, Dart, Kickern u.ä.) mit den Stammbesuchern des Offenen Treffs, haben junge Geflüchtete in einem informellen Setting ihre Sprach- und Sozialkompetenz, in einer für sie neuen Kultur und Umgebung, stärken können. So wurden die „Berührungsängste“ gemindert bzw. beseitigt.

Zu dem fest installierten Angebot in diesem Rahmen gehörten unter anderen wöchentlich durchzuführende Turniere. Auf diese Weise haben die Jugendlichen gemischte Teams gebildet, um das bestehende Miteinander gewinnbringend für den gemeinsamen Erfolg zu entwickeln.

 

  1. Förderung und Einbindung von Mädchen und jungen Frauen

Durch die Kooperation mit der im Stadtteil angesiedelten Flüchtlingsunterkunft und der Karlschule, haben die Mitarbeiterinnen sich und die Angebote des Mädchentreffs bekannt gemacht. Der Fokus lag hierbei auf die Einbindung in die Regelangebote der Jugendarbeit Hamm Norden. Interessierte Mädchen wurde durch die Begleitung in die Einrichtung der Besuch des Offenen Treffs erleichtert.

Den geflüchteten Mädchen wurde somit die Möglichkeit gegeben, an Kreativ-, Koch- und Backangeboten, sowie Tanzkursen und diverse Freizeitbeschäftigungen („Ferienspaß“ während der Schulferien) teilzunehmen. Durch die gemeinsamen Aktionen haben sich die Mädchen untereinander besser kennengelernt. Zudem wurden Umgangsformen im Miteinander gestärkt und Beziehungen/Freundschaften gefördert.

Auf eine kreative Weise wurden Sprachkompetenzen gefördert und die Kommunikationsfähigkeit verbessert. Angesichts der unterschiedlichen Migrationshintergründe der Stammbesucherinnen wurde den Mädchen die Möglichkeit gegeben, unterschiedliche Kulturen kennenzulernen und voneinander zu profitieren.

 

  1. Freizeitaktivitäten

Weitere Bausteine des Projekts waren ein Sportangebot sowie diverse Freizeitaktivitäten in den Ferien. Im Rahmen des Sportangebotes haben die Jugendlichen die Möglichkeit erhalten, sich einmal wöchentlich sportlich zu betätigen. Unter der Aufsicht und Anleitung eines Übungsleiters wurde den Jugendlichen, spielerisch Sprach- und Sozialkompetenzen vermittelt, welche die Integration erleichtern. Ein weiterer Aspekt des Projektes waren Tagesausflüge innerhalb der Ferienzeit. Viele geflüchtete Jugendliche haben, aufgrund der nicht vorhandenen materiellen Voraussetzungen in der Familie, nur begrenzte Möglichkeiten Freizeitaktivitäten außerhalb des Wohnraums durchzuführen. An diesem Punkt haben wir angesetzt und diesen Jugendlichen die Möglichkeit geboten, neue Erfahrungen außerhalb des Sozialraums zu sammeln. Mit diversen Ausflügen (Besichtigung der Firma Yalp in den Niederlanden, Moviepark, Eishalle etc.) haben die geflüchteten Jugendlichen zusammen mit alteingesessenen Jugendlichen die Möglichkeit, sich außerhalb der Einrichtung und des Sozialraumes besser kennen zulernen. Neben dem Abbau etwaiger Vorurteile und Diskriminierungstendenzen, sollten die Jugendlichen in ihrer Mobilität gefördert und gestärkt werden.

 

Projekte

Tanzprojekt „Let’s Dance“

Zu Beginn des Jahres 2017 kam von den Mädchen immer wieder die Nachfrage nach einem Tanzangebot auf.
Da der Wunsch ausschließlich von den Mädchen geäußert wurde, die bereits Besucherinnen im Mädchentreff waren, sollte sich das Tanzprojekt in erster Linie an interessierte Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahren, wohnhaft im Sozialraum Hamm Norden, richten.

Um diesem Bedarf gerecht werden zu können, wurde geplant, eine Testphase für das Tanzprojekt durchzuführen, die darauf abzielte, die Anzahl der interessierten Mädchen sowie die Nachhaltigkeit der Beteiligung zu ermitteln. Sie wurde in den Zeitraum von September bis Dezember 2017 gelegt.Der Testdurchlauf ergab erfreulicherweise, dass die Nachfrage sogar höher war als bis dahin angenommen. Zum Ende des Jahres nahmen bereits ca. 23 Mädchen, 15 davon regelmäßig, am Projekt teil. Da die Gruppe so groß geworden ist, musste sie in zwei Gruppen, je nach Alter, aufgeteilt werden, sodass es für jede Gruppe passende Tanzstücke zu erlernen gab.

Zum Abschluss des Jahres und der Testphase vom Projekt wurde eine Feier organisiert, zu welcher alle Eltern der am Tanzprojekt teilnehmenden Mädchen eingeladen wurden. So hatten die Tänzerinnen eine gute Möglichkeit, die erlernten Künste auf einer Bühne vor vielen Zuschauern vorzustellen und den wohlverdienten Applaus zu genießen.

Bei der Auswahl der Teilnehmerinnen wird auf kulturelle Vielfalt und Begegnung Wert gelegt. Auf diese Weise wird beabsichtigt, den Umgang mit Mädchen unterschiedlicher kultureller Herkunft nahezubringen und gegenseitigen Respekt aufzubauen. Wichtig bei der Durch- bzw. Fortführung des Tanzprojekts ist des Weiteren die Überlegung, einen langfristigen Effekt auf die Gesundheit der jungen Mädchen herbeizuführen. Da das Tanzen nachweislich entspannend und stressreduzierend wirkt, hilft es somit sich wohl zu fühlen und fit zu halten.

Das Projekt wird auch in 2018 fortgeführt.

Projekte

Gedenkstättenfahrt in die „Goldene Stadt“ Prag

In der Woche vom 23.10. bis zum 27.10.2017 reisten 14 Jugendliche und eine Mitarbeiterin nach Prag.

Entwickelt hat sich die Idee für die Gedenkstättenfahrt aus vielen Gesprächen und Situationen im Rahmen des Offenen Treffs und der aufsuchenden Arbeit. Themen wie Rassismus, Zuwanderung von Flüchtlingen und der Israel-Palästina-Konflikt waren Inhalt der Unterhaltungen und gaben Anlass tiefer in diese Materie einzusteigen.

Vorbereitet wurde die Fahrt durch Vortreffen, bei denen die Jugendlichen, anhand von Dokumentationen und Präsentationen, auf diese Themen sensibilisiert wurden. Durch die Authentizität vor Ort in Prag und die hohe Anschaulichkeit der historischen Orte, wo Menschen gelebt und verfolgt wurden, sind die Jugendlichen auf die besonderen Umstände aufmerksam gemacht und sensibilisiert worden. Dies zeigte sich besonders durch die vielen Äußerungen über die gewonnenen Eindrücke während der Führungen, täglichen Reflexionsrunden und im Nachtreffen.

Durch die zentrale Lage des Hostels in der Altstadt konnten die Jugendlichen auch die historische Stadt Prag näher kennenlernen.

Durch das Projekt wurde die Basis für ein gleichberechtigtes Miteinander, Verständigung und Wertschätzung demokratischer Lebensformen geschaffen. Besonders für unsere Arbeit war es wichtig, dass die Beziehung zu den einzelnen Jugendlichen aufgebaut und verstärkt wurde.

Projekte

„Willkommen im Hammer Norden“

Im Rahmen des Projekts „Willkommen im Hammer Norden“ wurden vom 13.10 – 18.10.2016 der Unterstand in der Oranienburgerstr. (Außenstelle der Jugendarbeit Hamm Norden e.V.) und eine entlanglaufende Mauer (ca. 8 Meter lang) künstlerisch gestaltet.
Der Unterstand dient als beständiger Treffpunk der jungen Bewohner des Stadtteils. In und um die Hütte herum werden regelmäßig und selbstständig unterschiedliche Freizeitaktionen organisiert und eigenverantwortlich durchgeführt. Das Projekt sollte zur optischen Verbesserung der Umgebung beitragen.
Unter der Anleitung von zwei Graffitikünstlern haben ca. 20 Jugendliche, davon sieben geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene, an dem Projekt mitgewirkt und die äußere Erscheinung vom Holzhäuschen und von der Mauer entwickelt.
Das Projekt zielte darauf ab, den Jugendlichen eine Möglichkeit zu geben, sich zu partizipieren und die Gestaltung des Lebensraums mitzugestalten. So haben alle Teilnehmer des Projekts mit Spaß und Freude die Chance genutzt, sich einzubringen, eigene Ideen zu äußern und der Kreativität freien Lauf zu lassen.

Projekte

„Anti-Müllaktion“ in der Oranienburgerstr.

Da sich seit einiger Zeit Anwohner und Kinder über den haufenweise achtlos weggeworfenen Müll in der Oranienburgerstraße ärgerten, fand am 29.06. in Kooperation mit dem Stadtteilbüro Hamm Norden  eine große Aufräum- und Verschönerungsaktion statt. Ca. 50 Kinder, Jugendliche und Anwohner halfen mit das Gelände zu säubern. Während die Jugendlichen den Müll aufsammelten und den Kicker aus dem Unterstand reparierten, halfen Kinder und Anwohner die schon seit März übernommenen Grünflächen der Stadt weiter zu bepflanzen und zu verschönern. Zum Abschluss wurde gemeinsam gegrillt.